Was ist die vorgeburtliche Bindungsförderung?
Die Beziehung zum Kind beginnt lange vor der Geburt. Die vorgeburtliche Bindungsförderung bietet die Möglichkeit, die frühe Beziehung zum ungeborenen Kind zu vertiefen und einen bewussten inneren Dialog zu entwickeln. Dabei kann die Wahrnehmung für sich selbst und das Kind wachsen und die Grundlage für eine sichere Bindung gestärkt werden.
Dies kann dazu beitragen, Schwangerschaft und Geburt bewusster zu erleben und gestärkt in die neue Lebensphase zu gehen.
„Eine Schwangerschaft ist eine ganz besondere Zeit, die neben Vorfreude und Glück auch Unsicherheiten, Ängste und Sorgen mit sich bringen kann. Gerade deshalb möchte ich eine solche Begleitung jeder schwangeren Frau nur ans Herz legen.“
Ablauf
Die Sitzungen finden in einer ruhigen Entspannungs-situation, meist im Liegen statt. Zunächst richtet sich die Aufmerksamkeit auf die eigene körperliche und emotionale Wahrnehmung und anschließend auf die Signale des ungeborenen Kindes – als Gefühle, Gedanken, Bilder oder innere Impulse.
Die Erfahrungen werden gemeinsam betrachtet und eingeordnet. Die Begleitung ist hauptsächlich auf die werdende Mutter ausgerichtet. Je nach Situation kann auch der andere Elternteil einbezogen werden und so bereits vor der Geburt mit dem Kind in Kontakt treten.
Die Termine finden online statt und lassen sich gut in den Alltag integrieren.
„Das Online-Angebot war für mich ein großer Vorteil. Gerade in der Schwangerschaft, in der ohnehin zahlreiche Vorsorge- und andere Termine anstehen, war es sehr angenehm, die Einheiten bequem von zu Hause aus wahrnehmen zu können. Gleichzeitig konnte ich mich in meiner vertrauten Umgebung besonders gut entspannen und auf die inneren Prozesse einlassen.“
Ab wann
Die Bindungsanalyse nach Hidas und Raffai beginnt in der Regel zwischen der 20. und 24. Schwangerschaftswoche. Nach einem vorbereitenden Erstgespräch finden die eigentlichen Bindungsstunden meist einmal wöchentlich statt. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten wird dabei der vorgeburtliche Kontakt zwischen Mutter und Baby bewusst aufgebaut und vertieft.
Abschlussstunden
Ab etwa der 36. Schwangerschaftswoche beginnt die Abschlussphase der Bindungsanalyse. Nach der klassischen Planung von Hidas und Raffai sind insgesamt neun Abschlussstunden vorgesehen, die sich auf die letzten Wochen der Schwangerschaft verteilen. In dieser Phase steht insbesondere der bevorstehende Übergang von der Schwangerschaft zur Geburt im Mittelpunkt. Mutter und Baby werden auf die Trennung durch die Geburt und gleichzeitig auf ihre erste Begegnung außerhalb des Mutterleibes vorbereitet.
Die Abschlussstunden dienen dazu, den vorgeburtlichen Dialog bewusst abzurunden und die gemeinsame Schwangerschaftszeit zu verabschieden. Dabei wird die Mutter darin unterstützt, Vertrauen in den Geburtsprozess zu entwickeln und sich innerlich auf die bevorstehende Geburt und die erste Begegnung mit ihrem Baby einzustellen.
Die genaue Terminplanung kann abhängig von der individuellen Schwangerschaft und der jeweiligen Begleiterin angepasst werden. Die klassische Struktur nach Hidas und Raffai sieht jedoch eine regelmäßige Bindungsanalyse bis etwa zur 36. Schwangerschaftswoche und anschließend neun Abschlussstunden in der letzten Phase der Schwangerschaft vor.

„Rückblickend ist es wunderschön zu erkennen, wie diese intime, liebevolle Verbindung im Laufe der Zeit immer stärker und tiefer geworden ist. Ich bin überzeugt, dass die Bindungsanalyse mit Lisa einen ganz essentiellen Beitrag dazu geleistet hat.“

